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Aktuelles

Pressemitteilung des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

*Allgemeinverfügung Sperrung des Waldes im Gebiet Nationalparkregion
Sächsische Schweiz*

Das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge als untere Forstbehörde
erlässt in Abstimmung mit dem Forstbezirk Neustadt und der
Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz gemäß §§ 13 Abs. 1, 2 und 35
Nr. 1, 2 SächsWaldG nachfolgende Allgemeinverfügung:

Für das *Gebiet der Nationalparkregion (Nationalpark und
Landschaftsschutzgebiet) Sächsische Schweiz* gem. Verordnung über die
Nationalparkregion Sächsische Schweiz vom 23.10.2003 (NLPR-VO) wird das
waldgesetzliche Betretungsrecht ab dem Tag der Bekanntmachung dieser
Allgemeinverfügung wie folgt eingeschränkt:

*1)**In der Zeit von 21:00 Uhr eines Tages bis 06:00 Uhr des Folgetages
ist das Betreten des Waldes einschließlich aller Waldwege untersagt.*

**

*2)**Von 06:00 Uhr bis 21:00 Uhr ist das Verlassen der Waldwege
untersagt. Für die Kernzone des Nationalparks gilt unabhängig von
vorstehender Regelung das Verbot den Wald außerhalb gekennzeichneter
Wege zu betreten (§ 6 Abs. 2 Nr. 16 NLPR-VO).*

**

*3)**Ausgenommen ist der Aufenthalt in den ausgewiesenen Trekkinghütten
des Forststeigs, sofern diese vor 21:00 Uhr erreicht werden. *

**

*4)**Vom zeitweiligen Betretungsverbot sind die im § 15 Abs. 2
SächsWaldG genannten Personen und Sachverhalte ausgenommen.*

**

*5)**Die Allgemeinverfügung gilt bis zur Aufhebung der Waldbrandstufen 3
und 4.*

Der vorsätzliche oder fahrlässige Verstoß gegen vorstehende
Allgemeinverfügung ist gem.

§ 52 Abs. 5 SächsWaldG als Ordnungswidrigkeit mit Geldbuße bedroht.
Diese kann bis zu 2.500 €, in besonders schweren Fällen bis zu 10.000 €,
betragen.

**

*Begründung:*

Aufgrund der trockenen Witterung und der hohen Temperaturen besteht eine
außerordentlich große Waldbrandgefahr. In den vergangenen Tagen mussten
die Feuerwehren häufig Waldbrände bekämpfen, deren Entstehung häufig im
Zusammenhang mit Freilandübernachtungen stand.

Zum Schutz des Waldes und der Waldbesucher war vorstehende
Allgemeinverfügung zu erlassen. Sie war für sofort vollziehbar zu
erklären, um den mit ihr bezweckten Erfolg ohne Verzögerung zu bewirken.

Überdies können die Forstschutzbeauftragten und die
Vollzugspolizeibediensteten Platzverweise aussprechen.

Diese Allgemeinverfügung wird gemäß § 80 Abs. 2 Nr.4 der
Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) für sofort vollziehbar erklärt.

gez.

Weigel

Beigeordneter für Bau und Umwelt

Die Allgemeinverfügung ist auf der Homepage und in den
Informationstafeln der Bürgerbüros des Landratsamtes einsehbar.

*Kontakt:*
Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Untere Forstbehörde

Weißeritzstraße 7, 01744 Dippoldiswalde
Telefon: 03501 515-3500
E-Mail: umwelt@landratsamt-pirna.de <mailto:umwelt@landratsamt-pirna.de>
 

Ausstellung geplant

Am 29. September dieses Jahres werden  genau 110 Jahre vergangen sein, seit in Sebnitz der erste Kletterklub aus der Taufe gehoben wurde. Das ist für die Sebnitzer Bergsteiger Anlass genug um dieses Ereignis gebührend zu würdigen.  Aus der Erfahrung heraus hat sich ergeben, dass dazu eine entsprechende Ausstellung in den Städtischen Sebnitzer Sammlungen die beste Möglichkeit ist, um mit dem Thema an die Öffentlichkeit zu gehen. Zwei Ausstellungen in den Jahren 1983 und 2008, die ebenfalls das Thema Bergsteigen in Sebnitz beleuchteten, verliefen sehr erfolgreich. Sie lockten zahlreiche interessierte Zuschauer aus nah und fern an.

Die geplante Ausstellung soll zeitnah zum Jubiläumsdatum eröffnet werden. Die Vorbereitungen dazu haben begonnen.  Es wurden Ideen besprochen und erste Eckpunkte festgelegt.

Um diese Ausstellung wieder, wie die beiden vorherigen, erfolgreich gestalten zu können, werden noch Ausrüstungsgegenstände, Unterlagen, Fotos, Abzeichen, Dokumente und weitere Utensilien benötigt.

Wer da in irgendeiner Form aushelfen kann ist hier gefragt. Alle Dinge und Gegenstände werden auf Leihbasis angenommen, pfleglich behandelt und nach Ende der Schau wieder an die Eigentümer zurück gegeben.

Gesucht werden vor allem Tourenbücher, Berichte, Aufzeichnungen, Fotos aus der Zeit bis 1945 und aus den ersten 10 Nachkriegsjahren. Das gilt auch für Klubabzeichen. Ganz speziell für die Klubs „Alpenglühn“, „Wildensteiner“ Ulbersdorf, „Frühlingstürmer 47“, „Bergfreundschaftssteiner Klettervereinigung“ und Touristenklub „Bergbrüder“. Wer da helfen und unterstützen kann, bitte an Gunter Seifert, Tel. 035971/58162) wenden. 

Gunter Seifert                     Sebnitz, 29. 06. 2018

Bärenhorn 1

Das Foto zeigt eine Gipfelbucheintragung Sebnitzer Kletterer vom Klub “Friensteiner” am 24. Juli 1910 auf dem Großen Bärenhorn im Kleinen Zschand.

Foto: Archiv Gunter Seifert

 

Der Sebnitzer Wuchterlauf ist Geschichte

Der 50. Sebnitzer Wuchterlauf am 27. Januar dieses Jahres war definitiv die letzte Auflage dieser traditionellen Sebnitzer Veranstaltung, die weit über die Grenzen von Sebnitz hinaus bekannt und beliebt war. Der bisherige Organisator des Laufes hatte in den letzten Jahren schon mehrfach angekündigt, dass er nach dem Jubiläumslauf zurück treten wird. Das hat er auch bei der Siegerehrung im Januar noch einmal vor allen Teilnehmern bekräftigt. Es wurde damals vereinbart, dass im Juni noch einmal alle Interessenten am Wuchterlauf zu einer Beratung eingeladen werden. Diese fand am 19. Juni statt. Dabei sollten noch einmal alle Möglichkeiten für eine eventuelle Fortführung des Laufes erörtert und geprüft werden. Das alles galt  als ein letzter Versuch, den Wuchterlauf vielleicht doch noch vor dem endgültigen Aus zu retten.

Gunter Seifert, Vorsitzender der SBB-Ortsgruppe Sebnitz, hatte damit gerechnet, dass viele Freunde des Laufes an der Beratung teilnehmen und ihre Vorschläge und Meinungen zum Thema darlegen. Damit sollten alle Möglichkeiten für eine eventuelle Fortführung aufgezeigt und auf ihre Machbarkeit geprüft werden. Am Ende sollte dann eine abschließende Entscheidung gefällt werden.

Der Vorsitzende hatte mit einer Beteiligung von mindestens 20 bis 25 Teilnehmern gerechnet. Am Ende waren insgesamt mit zwei Gästen 11 Personen anwesend. Das allein konnte schon Aufschluss darüber geben, welchen Stellenwert die Veranstaltung am Ende noch besitzt.

Es wurden trotzdem mehrere eingebrachten Varianten diskutiert und geprüft. Eine Lösung konnte aber nicht gefunden werden. Der Hauptgrund dafür war, dass sich einfach niemand findet, der die Organisation übernehmen würde. Ohne eine Person, bei der alles zusammen läuft und die als Hauptverantwortliche agiert, ist so ein Lauf nicht zu machen. Diese Person ist einfach nicht zu finden. Die Schlussfolgerung daraus ist, dass es keinen 51. Sebnitzer Wuchterlauf mehr geben wird.

Es ist sehr schade, dass es diese Traditionsveranstaltung, in die jahrzehntelang sehr viel Kraft, Arbeit, Mut und noch viel, viel mehr Zeit investiert wurde, nun nicht mehr weiter geführt werden kann. Schade, dass keine andere Lösung gefunden werden konnte.

Gunter Seifert                  Sebnitz, 20. Juni 2018  

 

Zuckerkuchentour2018