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Berggottesdienst in der Kuhstallhöhle
Am Sonntag, dem 6. Mai, fand zum 9. Mal seit 2004 in Folge der Berggottesdienst in der Kuhstallhöhle am Neuen Wildenstein statt. Das Thema in diesem Jahr lautete „Klink dich mal ein“. Gestaltet und organisiert wurde der Berggottesdienst wieder von der Evangelischen Kirchgemeinde Sebnitz im Zusammenwirken mit der Ortsgruppe Sebnitz des Sächsischen Bergsteiger-Bundes und dem Nationalparkzentrum Bad Schandau. Weiter wirkten die Posaunenchöre der Region, der Bergsteigerchor Sebnitz sowie Familie Mütze aus Langburkersdorf mit, die eine kleine zum Thema passende Spielszene einstudiert hatte.
Nach Musik der Posaunenchöre zur Eröffnung begrüßte der Sebnitzer Pfarrer Joachim Rasch die Anwesenden zum diesjährigen Berggottesdienst. Danach folgte die Begrüßung seitens des Sächsischen Bergsteiger-Bundes durch dessen 1. Vorsitzenden Alexander Nareike. Die Worte der beiden Begrüßenden waren auf das Thema „Klink dich mal ein“ zugeschnitten und wurden freudig von allen Anwesenden aufgenommen. Weiter ging es mit Liedern, die von allen gesungen wurden, mit Gebet, mit Liedern vom Sebnitzer Bergsteigerchor und mit der kleinen Spielszene „Klink dich mal ein“ von Familie Mütze, die zum Nachdenken anregte.
Mit einer Lesung, Musik, mit der Predigt von Pfarrer Rasch, gemeinsamen Liedern und Gesang vom Bergsteigerchor nahm der Berggottesdienst seinen weiteren Verlauf. Anschließend überbrachte der Chef der Nationalparkverwaltung, Dr. Butter, die Grüße seiner Wirkungsstätte. Er brachte den Anwesenden die Anliegen der Nationalparkverwaltung nahe, die wichtig und nötig zum Erhalt unserer einzigartigen Natur und Heimat sind. Er verstand es mit seinen Worten auf die Menschen zuzugehen und sie zu ermuntern, mitzuhelfen die Schöpfung und unser herrliches Stück Heimat zu bewahren und zu schützen.
Gleiche Gedanken haben ganz sicher auch Helmut Richter bewegt, als er sein Gedicht zum 9. Berggottesdienst verfasste, was er nach Dr. Butters Worten zum Vortrag brachte. Er hatte damit wieder die Stimmung erfasst und vielen Zuhörern aus dem Herzen gesprochen.
Nach einem weiteren gemeinsamen Lied und dem abschließenden Segen ging der 9. Berggottesdienst mit den Klängen der Posaunenchöre zu Ende.
Am Ende wurde eine Kollekte für die Einrichtung des Familienzentrums der Evangelischen Kirchgemeinde Rumburk (CZ) gesammelt, die rund 550,00 € erbrachte.
Man muss sicher nicht unbedingt Christ sein, um an einen Berggottesdienst teilzunehmen. Auch ohne kirchliche Bindung kann man bei einem solchen Zusammensein viel Positives für sich mitnehmen. Einmal ist es die Achtung vor der Schöpfung, die einem hier verinnerlicht wird. Zum anderen ist es aber auch die Möglichkeit, neue Kraft und Mut zu tanken, in sich selbst zu gehen, Ruhe zu finden und Abstand von den Sorgen und dem Stress des Alltages zu nehmen. Für mich persönlich brachte auch der 9. Berggottesdienst wieder eine innere Befreiung, die einfach gut tut und in gewisser Weise Balsam für die Seele ist.
Gunter Seifert
Zum Berggottesdienst 2012
Wie schnell war doch das Jahr vorbei, wir hörten Brunftruf, Falkenschrei,
sah`n Wälder sich im Sturme biegen, uns auf Gipfeln sonnend liegen,
im Faustriss klemmen, Wänden steigen und Ehrfurcht vor der Schöpfung zeigen,
im Freundeskreis den Becher schwingen, des Nachts am Biwakfeuer singen
und überall auf diesen Wegen warst du, Gott Vater, mit zugegen.
Wir lotsten Kröten samet weich die Fahrbahn kreuzend hin zum Teich,
nach einem Kletter-Hochgenuss dem Freund die Hand zum Gipfelgruß.
Das Bild wird nimmer mehr vergessen, wie Rehe dort am Waldrand äsen.
Wir schauten still und wie gebannt, wie schön ist unser Heimatland
und bei dem allen, wie`s auch sei, warst du, Gott Vater, mit dabei.
Bei alledem, was auch geschehe, verspürten wir des Schöpfers Nähe.
Nun schloss das Bergjahr seine Schranken und wir sind hier um Gott zu danken,
für seinen Segen, seine Güte und dass er uns fortan behüte
im neuen Jahr, ob ernst, ob heiter als unser himmlischer Begleiter.
Amen!
Helmut Richter (König)
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